Wunderheilungen und Traumvisionen im Schatten des Krieges
Der Pommersche Generalsuperintendent Jakob Fabricius und die lutherischen Wunderbrunnen
Vortrag von PD Dr. Hartmut Kühne
Auch nach der Reformation war der Glaube an Wunder unter Protestanten noch weitverbreitet. Gerade in der Mitte des 17. Jahrhunderts, am Ende des Dreißigjährigen Krieges, begann sich die Hoffnung, Gott würde auf wunderbare Weise die Heilung von Leiden ermöglichen, an bestimmte Wunderbrunnen zu knüpfen, also an von Pfarrern betreute evangelische Wallfahrtsorte, die Tausende Besucher anzogen. Auch in Pommern gab es solche Heilquellen. Für deren Entstehung spielte ein pommerscher Lutheraner, der Generalsuperintendent Jakob Fabricius, eine besondere Rolle. Diese fast unbekannten Zusammenhänge werden in dem Vortrag thematisiert.
PD Dr. Hartmut Kühne, Theologe und Historiker, ist Spezialist für die Frömmigkeitsgeschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Seine grundlegende Untersuchung zu den lutherischen Wunderbrunnen, zugleich seine Habilitationsschrift, erscheint als Buch im März 2026. Derzeit unterrichtet er an der Universität Leipzig.
In Kooperation mit der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg, der Gesellschaft zur Förderung des Pommerschen Landesmuseums, dem Arbeitskreis Kirche & Judentum des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises und der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst
Eintritt: 3,50 €
Veranstalter: Pommersches Landesmuseum


