The content is translated using an automated and machine translation method. Die Übersetzung der Inhalte erfolgt durch eine automatisierte und maschinelle Übersetzungsmethode.
28.04.2026 | 17:30 Pommersches Landesmuseum Vortrag

Psychiatrie in Pommern – Krankenmorde im Nationalsozialismus

Vortrag, Gespräch und Gedenken

Eintritt frei – ermöglicht durch die Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Im Nationalsozialismus waren Menschen in psychischen Ausnahmesituationen und mit psychischen oder physischen Erkrankungen von struktureller Verfolgung betroffen. Die Gewalttaten gegen sie wurden immer radikaler. Im pommerschen Provinzialverband fanden Zwangssterilisationen, Deportationen und Tötungen statt. Zu diesem Verband gehörten psychiatrische Anstalten in Ueckermünde, Stralsund, Lauenburg (Lębork), Treptow an der Rega (Trzebiatów) und Meseritz-Obrawalde (Międzyrzecz). Einer der Hauptverantwortlichen war der Gauleiter von Pommern, Franz Schwede-Coburg, der die Deportation von Patient*innen unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs anordnete. Zu den ersten Opfern zählten 1400 psychisch kranke und geistig beeinträchtigte Menschen. In den Wäldern bei Piasnitz (Piaśnica) wurden sie im Herbst und Winter 1939 ermordet. Schätzungsweise 20.000 psychisch kranke Menschen in pommerschen Anstalten sollten in den Jahren 1940 bis 1945 ein ähnliches Schicksal erfahren.

In einer breit angelegten Studie geht Dr. Kathleen Haack der Entwicklung der Psychiatrie in Ueckermünde und Pommern nach. In ihrem Buch sucht sie nach individuellen Spuren und erinnert an das Leid der Vergessenen. Zugleich wird die Bedeutung regionaler Akteure als ausführende Glieder im NS-Gesamtsystem und zugleich autonom Handelnde bei der Durchsetzung der Gesundheits- und Rassenpolitik herausgearbeitet.

In Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde erklingen zum Abschluss des Abends Stücke von Luise Greger. Die Lieder singt Mechthild Kornow mit einer Begleitung am Klavier.

In Kooperation mit der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg, der Gleichstellungsbeauftragten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Greifswald und der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst.

Bildnachweis: Annemarie Franke
Pommersches Landesmuseum Rakower Straße 9 17489 Greifswald 03834 8312 0

Aktuelle Highlights

Bildnachweis: Nadine Respondek
Tag der Druckkunst - 15.03.2026
Angebote in Greifswald im März 2026
Bildnachweis: Karin Müller
Zwischenräume
Die Greifswalder Kunstwerkstätten in der Kleinen Rathausgalerie | 12.03. - 24.04.2026 | Kleine Rathausgalerie
Bildnachweis: Greifswald-Marketing GmbH
Rollschuhparty
Rollschuhe an und los geht’s! | 21.03.2026, 14:00 - 18:00 Uhr | Tiefgarage am Markt