Shorashim / Wurzeln / Korzenie
Nordoststreifen - Der besondere Film im plm
Dokumentarfilm und anschließendes Gespräch mit den FilmemacherInnen
Der Film der Stettiner Filmemacher Kinga Konieczny und Paweł Sroka ist ein Dokument über die in der heutigen Erinnerung der Stettiner Bewohner abwesende Vernichtung der jüdischen Gemeinde der Stadt, die in einer frostigen Februarnacht 1940 stattfand. Diese Deportation bezeichnete Hannah Arendt in ihrem Buch „Eichmann in Jerusalem“ als eine „Probe“. Eine „Probe für die Vernichtung“. Damals wurden über 1.100 Personen aus dem Regierungsbezirk Stettin deportiert. Sie verschwanden über Nacht. Lautlos.
Unter diesen Deportierten waren auch Max und Rosa Nelke, Stettiner Bürger und Großeltern von Peter, dessen Geschichte der Film erzählt. Peter Nelke bemüht sich, das Andenken seiner Großeltern durch das Verlegen von Stolpersteinen – Gedenksteinen – im Stettiner Straßenpflaster vor dem Haus, in dem sie lebten und von dem aus sie zur Ermordung deportiert wurden, zu ehren. Die Kamera begleitet ihn auf seiner Suche nach den Spuren seiner Großeltern.
Regie: Kinga Konieczny, Paweł Sroka; Polen 2025, 56:26 Minuten, FSK o. A., Original mit deutschen Untertiteln
In Kooperation mit der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg, dem Arbeitskreis Kirche und Judentum und der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst.
Eintritt: 6,00 €

