Einblicke aus Kunst und transdisziplinärer Forschung: Was Moore über planetare rExistenz erzählen
Eröffnung der Vortragsreihe „Menschen machen Moore – Gemeinsam Perspektiven entdecken“ durch Suza Husse (Michael Succow Stiftung)
Was würde es bedeuten, die Welt durch Sümpfe und Moore, Moraste und Feuchtgebiete wahrzunehmen? Was murmelt das nasse (und wiederzuvernässende) Netz, das sich um den Planeten spannt, Vergangenheiten und Zukünfte birgt, an Wissen und Orakeln für diese Zeit? Eine Zeit, in der soziale und ökologische Bewegungen an Stärke gewinnen, die sich für planetares resistir y re-xistir1einsetzen, für rExistenzen – für ein Überleben auf und mit der Erde, das sich aus der Verbindung von Lebendigem und Widerständigem nährt. Eine Zeit, die von der Beschleunigung von Klimakatastrophen, Autoritarismus und Militarisierung, Ökozid und Genozid geprägt ist. Ausgehend von künstlerischen Arbeiten und transdisziplinären Forschungen im Kontext der Kunst- und Forschungsplattform Sensing Peat an der Michael Succow Stiftung reflektiert Suza Husse Ansätze aus und mit Mooren im Baltikum, in Norddeutschland, in Ostafrika, Osteuropa und Südsüdamerika. Die communitybasierten und transkulturellen Methoden verknüpfen die ökologische und soziale Wiederherstellung von verwundeten wie wundertragenden Moorwelten mit der Wiederbelebung von Nasskulturen und feuchtem Wissen.
Suza Husse ist Forscher:in, Poet:in, Schwimmer:in und Kulturarbeiter:in. Sie arbeiten kollaborativ und undiszipliniert an den Schnittstellen von queerer Ökologie und antikolonialen Kulturen. Seit 2024 kuratieren sie die Kunst- und Forschungsplattform Sensing Peat in der Michael-Succow-Stiftung / Greifswald Mire Centre und organisieren mit dem Venice Agreement for Peatlands (VA).
Moderation: Professor Dr. Gerald Jurasinski
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