Ausradiert ? Wie die Literatur der DDR verschwand

Lesung und Gespräch mit Carsten Gansel zu seinem gleichnamigen Buch

„Wer wissen will, was die DDR einmal war und wie der Alltag aussah, der sollte die Literatur lesen, die in diesem Land entstand…“, schreibt der Autor des 2026 bei Reclam erschienenen Buches Carsten Gansel in seinen Vorbemerkungen und untersucht informativ und unterhaltsam, wie und warum es dennoch fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur kam. Dabei plädiert er für einen Dialog zwischen Ost und West auf Augenhöhe.

Die Bücherfreunde Greifswald e.V. laden zu Lesung und Gespräch mit Carsten Gansel am Mittwoch, den 2.12.2026 um 17 Uhr, in die Galerie von Sankt Spiritus ein.

Zum Autor: Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel wurde in Güstrow geboren. Er war seit 1995 über Jahrzehnte hinweg der einzige Ostdeutsche auf einer Professur für Deutsche Literatur an einer westdeutschen Universität. Er lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist Mitglied des PEN-Zentrums, Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Uwe-Johnson-Literaturpreises, Vorsitzender der Christa-Wolf-Gesellschaft und des Wissenschaftlichen Beirats der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption. 2017 erhielt er für seine Verdienste um die Literatur das Bundesverdienstkreuz.  Zuletzt erschienen u. a. seine Brigitte-Reimann-Biographie »Ich bin so gierig nach Leben«, die zum Spiegel-Bestseller wurde und die von ihm herausgegebenen und mit einem Nachwort versehenen Neuedition von Theodor Plieviers Roman »Stalingrad« (1946). Bereits mit seiner Edition von Heinrich Gerlachs „Durchbruch bei Stalingrad“ (1945/2016) sowie der Neuausgabe von Hans Falladas „Kleiner Mann, was nun?“ landete er auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Veranstalter: Bücherfreunde Greifswald e.V.

Bildnachweis: Reclam Verlag
Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus Lange Straße 49 17489 Greifswald 03834 - 8536-4444

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