Filmclub Casablanca zeigt "The Address on the Wall" (53 Min, OmdtU, 2021) Ein Film von Serhiy Krutsenko
Ein Film über Babyn Jar und eine Auseinandersetzung mit dem Menschen. Mit Filmgespräch
Am 29. und 30. September 1941 ermordeten am Rande Kyjiws deutsche Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes innerhalb von 48 Stunden mehr als 33.000 jüdische Kinder, Frauen und Männer. Der Film verbindet das historische Geschehen des Massakers von Babyn Jar mit der ukrainischen Gegenwart im Jahr 2021. Der Theaterschauspieler Alex Anski führt als Erzähler durch Kyjiw und die Geschichte des Massakers. In Spielfilmszenen wird das Grauen des Massakers verbildlicht.
Als Dokudrama in Form einer Parabel, die eine künstlerische Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur darstellt, untersucht der Film die Gründe für einen plötzlichen Wandel, der einen Arzt oder einen Bauarbeiter, einen Musiker oder einen Lehrer in einen Mörder verwandelt – in einen Faschisten, der fähig ist, einen anderen Menschen zu töten. Wie kann ein Mensch seine eigenen Artgenossen allein aufgrund ethnischer Unterschiede ermorden?
Der Film wurde zum Kernstück des internationalen humanistischen Projekts „The Address On The Wall“. Die Filmgäste Baruch Berliner und Nachum Slutzker stellen den Film und Baruch Berliner’s Genesis International Project nach dem Film vor. „Genesis“ verbindet symphonische Musik, klassische biblische Texte und Videoart zu einem internationalen Kulturprojekt.
Dokumentation, IL/UA 2021, 53 min, Englisch, Hebräisch deutsche Untertitel
Regie: Serhiy Krutsenko, Musik: Baruch Berliner, Erzähler & Darsteller: Alex Anski, Baruch Berliner
Eintritt Spende
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