Volksmusik gegen den russischen Imperialismus
Talk und Musik
Die Frage der Dekolonisierung Russlands gehört zu den aktuellsten politischen Fragen der Gegenwart. Um dieses Gespräch ernsthaft zu führen, lohnt es sich, eine linke Perspektive einzunehmen und genauer auf die Völker zu schauen, die innerhalb Russlands leben und vom Kreml unterdrückt werden.
Das musikalische dekoloniale Punk-Ethnografie-Label Ored Recordings aus Naltschik sammelt seit 2014 Volksmusik aus dem Nordkaukasus. Seine Gründer Bulat Khalilov und Timur Kodzoko unternehmen Feldforschungsreisen und dokumentieren die Musik unterdrückter Völker und ethnischer Gruppen der Region. Sie haben zahlreiche Alben veröffentlicht und bringen jedes Jahr am 21. Mai, dem Gedenktag der Adygen – der Opfer des russisch-kaukasischen Krieges, nach dessen Ende das Russische Reich den Nordkaukasus annektierte – ein neues Release heraus. Nach Beginn des großangelegten Krieges gegen die Ukraine gingen die Musiker ins Exil und leben heute in Deutschland. Derzeit sind sie Gastwissenschaftler am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Göttingen.
Die Veranstaltung wird aus zwei Teilen bestehen: einem Public Talk und einem Konzert. Im ersten Teil spricht der Journalist Artur Grand mit den Musiker*innen darüber, wie Volksmusik dem Imperialismus widersteht und zu einer Strategie des Widerstands wird. Im zweiten Teil spielen die Musiker*innen des Labels Stücke aus ihrem neuen Material.
Ort: STRAZEsaal
Einlass: ab 17.30 Uhr
Beginn: 18 Uhr
Eintritt: frei
Eine Weiterbildungsveranstaltung von STRAZEkultur im Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e. V. in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung MV.
Die STRAZE ist mit dem Rollstuhl befahrbar. Es gibt einen Aufzug und eine rollstuhlgerechte Toilette. Alle Toiletten sind All Gender Toiletten. Als alternative Sitzmöbel stehen Sitzsäcke bereit.
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung MV, STRAZEkultur


