Von starren Polyedern zu hyperrigiden Operatoren: Rigidität und Konvexität in Geometrie und nichtkommutativer Analysis

Öffentlicher Abendvortrag von Dr. Malte Gerhold (Greifswald/ Universität des Saarlandes)

Warum lässt sich ein hohler Würfel mit starren Seitenflächen nicht verformen, ein Quadrat mit starren Kanten aber schon? Cauchys klassischer Satz über die Rigidität konvexer Polyeder beantwortet diese Frage und liefert zugleich den plastischen Ausgangspunkt für ein tiefes mathematisches Prinzip: Partielle Information kann ein Objekt vollständig bestimmen. Der Vortrag schlägt von dort einen Bogen über die Konvexitätstheorie bis hin zur nichtkommutativen Analysis – nämlich zur Frage, wie sich Begriffe wie Rigidität und Konvexität in „Räumen ohne Punkte“ weiterdenken lassen.

Malte Gerhold ist Mathematiker mit Forschungsschwerpunkten in Funktionalanalysis, Operatoralgebren und nichtkommutativer Wahrscheinlichkeitstheorie. Nach Studium und Promotion an der Universität Greifswald führten ihn Forschungsaufenthalte u. a. als ERCIM-Fellow (European Research Consortium for Informatics and Mathematics) an die NTNU (Norwegian University of Science and Technology) Trondheim, ans Technion in Haifa und an die Universität des Saarlandes. Im akademischen Jahr 2025/26 ist Malte Gerhold Junior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald.

Moderation: Professorin Dr. Ines Kath

Bildnachweis: Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald/Vincent Leifer
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