Missionsarbeit. Mobile Artefakte und die Frage nach dem Verständnis religiösen Reisens im frühen Mittelalter

Öffentlicher Abendvortrag von Professorin Dr. Kristin Böse (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kunsthistorisches Institut)

im Rahmen der Vortragsreihe „CHRISTUS KÖNIG? Perspektiven auf Christianisierung und Eroberung im europäischen Kontext“ des Mittelalterzentrums Greifswald

Der Vortrag stellt Objekte wie Reliquienschreine und Codices in den Mittelpunkt, die in der kulturhistorischen Forschung mit religiösen Reisen und Missionen von Iren und Angelsachsen im 7. und 8. Jahrhundert in Verbindung gebracht werden. Zumeist wird daran deren Bedeutung für den Transfer von insularen bzw. angelsächsischen Formen und Motiven auf dem Kontinent diskutiert. Gleichwohl möchte ich etwas weiter ansetzen und fragen, inwiefern mit diesen Objekten Vorstellungen religiöse Mobilität verhandelt werden und hierzu neben formalen Aspekten, die jeweils spezifische Materialität und Medialität der Artefakte in den Blick nehmen.

Kristin Böse ist seit 2018 Professorin für die Kunst des Mittelalters an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie forscht zur Wahrnehmung und Materialität von Handschriften, Textilien und Objekten der Goldschmiedekunst, zur Rolle von Bildern in Hagiographie und Frömmigkeit sowie zur mittelalterlichen Bildkultur der Iberischen Halbinsel. 2022 war sie Gerda Henkel Visiting Professor of German Studies an der Stanford University.

Moderation: Professorin Dr. Isabelle Dolezalek

Bildnachweis: privat
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