„hoch in der Lüfte Meer“. Heinrich von Kleist als Tourist im Riesengebirge

im Rahmen der Salonreihe von CDF 2024

Die Sehnsucht nach unberührter Natur ließ das Riesengebirge im 18. Jahrhundert zu einem attraktiven Reiseziel werden. Ein Reiseziel, das inspirierte: Weltberühmte Bilder zeugen von Caspar David Friedrichs Wanderungen durch diese Gegend, und eines der ersten Gedichte Heinrich von Kleists besingt den Sonnenaufgang auf der Schneekoppe.

Das Riesengebirge zu bereisen, wurde um 1800 zur Mode. Das belegen die zahlreichen Reiseführer, die Schlesien als Land der unberührten Natur und der ehrlichen Menschen beschrieben.
Im Juli 1799 unternahm auch Heinrich von Kleist, gemeinsam mit seinen Geschwistern Ulrike und Leopold, eine Reise ins Riesengebirge. Sie fuhren über Sagan, Bunzlau, Flinsberg, Hirschberg nach Warmbrunn, besichtigten die Burgruine Kynast und wanderten zum Kochel- und Zackelfall. Höhepunkt war – wie bei allen Reisenden – die Besteigung der Schneekoppe; in das Fremdenbuch der Hampelbaude schrieb Kleist – „am Morgen als ich von der Schneekoppe kam“ – ein Gedicht: seine „Hymne an die Sonne“.

Dr. Barbara Gribnitz vom Kleist-Museum in Frankfurt/ Oder nimmt Sie an diesem Abend mit auf eine Reise in das Riesengebirge.

Der Eintritt ist frei.
Anmeldungen unter: CasparDavid250@greifswald.de oder telefonisch unter: 03834-85362141.

Picture credits: Noch einige Jahre später erinnerte sich Kleist an den Kynast: „da war Alles so weit, so groß“ (Brief vom 16. Dezember 1801). "Der Kynast" Lithographie um 1840, Kleist-Museum
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