Vorführung der Arbeit „Berühren“ im Rahmen der Ausstellung IN TOUCH von Lisa Marie Steude
Installationen und Skulpturen, die sich durch Schwingung und Klang in den erweiterten Raum entfalten oder die mit dem Publikum interagieren
Lisa Marie Steude interessiert es, Menschen und Dinge in Beziehung zu setzen. Ihre Arbeiten ermöglichen es, wortwörtlich in Berührung mit Kunst zu kommen und diese teilweise mitzugestalten. In gewisser Weise nimmt sie sich als Künstlerin zurück, um einen – wenn auch begrenzten – Gestaltungsraum zu geben. Auch wenn sie mit anderen kooperiert, wie zu einigen Werken, die in diese Schau zu sehen sind, geht sie von einem Mehrwert der gemeinschaftlichen Schöpfung aus.
Sie lädt das Publikum ein, in einen Austauschprozess mit dem Werk einzutreten. Dabei wird auch das Werk selbst zu einem Akteur. Es existiert nicht mehr nur materiell, sondern wirkt in die Umgebung hinein und bezieht schließlich die Betrachter*innen ein. Einige der gezeigten Werke dürfen und sollen berührt werden, um sie in Gänze zu erfahren. Andere werden sogar erst durch eigenes Handeln aktiviert. Zudem ergänzen haptische, olfaktorische und auditive Elemente die rein visuellen Aspekte. Damit wird eine umfassende Erfahrung von hoher Intensität initiiert.
Eigens für die Ausstellung in der Burg Klempenow ist eine ortssensitive Soundinstallation entstanden. Dazu hat die Künstlerin in den Burggemäuern und am archäologischen Fundplatz einer Schlacht der Bronzezeit im Tollensetal erforscht und mit Spezialmikrofonen Originalklänge aufgenommen. Damit spekuliert auf die Kraft der Klänge verborgenes Wissen zu bewahren und wieder abzugeben. Indem sie deren klanglichen Eigenwert anerkennt, weist sie auch auf die gestaltende Kraft von Geräuschen hin, die uns oft nicht bewusst ist.
Dauer: ca. 60 Minuten
Veranstalter: Galerie Burg Klempenow


