Liederabend zu Franz Schuberts "Winterreise"

eine künstlerische Interpretation von Julian Prégardien (Tenor) und Daniel Heide (Flügel)

Mit Schuberts „Winterreise“ legte Julian Prégardien seinerzeit eine beeindruckende Interpretation des romantischen Liederzyklus‘ vor. Das Schaffen des Wiener Komponisten ist inzwischen zu einem Schwerpunkt des Tenors geworden, welcher zu den herausragenden Vertretern seines Metiers zählt. Fasziniert von der Musikwissenschaft, setzt Prégardien sich für seine Interpretationen intensiv mit der Geschichte der Werke auseinander und gelangt so zu einer einzigartigen Deutung.
Julian Prégardien äußert sich über seine Interpretation der „Winterreise“ wie folgt:
„Stellen wir uns einen jungen Mann in seinen 30ern vor. Er ist in einer Lebens- und Sinnkrise. Wie ist er an diesen Punkt gelangt? Auf wen oder was hat er vertraut? An wem oder was soll er seinen weiteren Lebensweg ausrichten?
Wir sehen Winterreisende in Caspar David Friedrichs Gemälden, lesen von ihnen in Wilhelm Müllers Gedichten, hören sie in Franz Schuberts Liedern und deuten den „Wanderer“ als einen romantischen Antihelden, welcher sich von einer unfreien und reaktionären Gesellschaft abwendet. In ihm spiegelt sich die ganze Welt wider. Sie ist erstarret und verfroren. Alles scheint vergebens und umsonst.
Diese Art von Winter begegnet uns nicht nur in der literarischen und musikalischen Romantik, sondern in allen „alten Zeiten“ und auch im Heute. Haruki Murakamis „farbloser Herr Tazaki” ist der jüngste literarische Winterreisende, der mir begegnet ist.
Unwirtliche Landschaften und leblose Natur, egal ob innen oder außen – man findet sie gefühlt überall – sei es in Greifswald, Berlin, Dresden, Davos, Wien oder in Tokyo.
Daniel Heide und ich möchten Schuberts Eindrücke auf der Basis der Gedichte Wilhelm Müllers mit Ihnen teilen und mit Ihnen gemeinsam auf eine Winterreise gehen.“ (JP im Herbst 2023)

Ihr Ticket erhalten Sie hier: https://www.eventbrite.de/e/743392796867?aff=oddtdtcreator

Mit Caspar David Friedrich durch das Jahr 2024 – wir sind dabei!

Picture credits: Guido Werner
Universität / Aula Domstr. 11 17489 Greifswald

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