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    Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus " 'Asoziale' im Nationalsozialismus"
    Seit Bundespräsident Roman Herzog den 27.Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ausrief, widmen die Universität und die Stadt Greifswald jeweils einer besonderen Opfergruppe

    Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Etwa eine Million Menschen waren hier grausam gequält und ermordet worden, weil sie dem Bild einer auf Rassenwahn beruhenden Ideologie nicht entsprochen oder weil sie sich den Nationalsozialisten widersetzt hatten. Seit Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 1996 ausrief, widmen die Universität und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald dem 27. Januar besondere Aufmerksamkeit.

    In den Konzentrationslagern mussten zahlreiche Häftlinge den „schwarzen Winkel“ an ihrer Kleidung tragen. Damit markierten die Nationalsozialisten sie als „Asoziale“, die sie beispiels-weise wegen Vorwürfen wie „Arbeitsscheue“ oder Prostitution ausgrenzten, verfolgten und vielfach ermordeten.

    Die Verfolgung dieser wenig bekannten Opfer wird Oliver Gaida anhand von konkreten Biografien in die eugenische Politik der NS-Herrschaft einordnen. Ihre Geschichten haben bisher kaum Eingang in die Erinnerungskultur gefunden. Erst im Jahr 2020 erkannte der Deutsche Bundestag sie offiziell als Opfer des Nationalsozialismus an.

    Heika Rode wird die lokale Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark beleuchten, die mit verschiedenen Aktionsformen die Geschichte des Jugendkonzentrationslagers für Mädchen und junge Frauen und späteren Vernichtungsortes Uckermark sichtbar macht. Be-sondere Augenmerke liegen dabei auf der Perspektive der ehemaligen Gefangenen, den Kontinuitäten gesellschaftlicher Ausgrenzung und dem historischen Ort als Gedenkort.

    Ein musikalisches Rahmenprogramm wird von Angehörigen der Musikschule Greifswald gestaltet.

    Wegen der pandemiebedingten Einschränkungen findet die Veranstaltung online statt:
    Kurzlink :www.uni-greifswald.de/gedenktag

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Schutzfonds, Überbrückungsstipendien, Soforthilfen, Kultur für zu Hause
Bildnachweis: Entwurf für einen Webteppich ©Kustodie der Uni Greifswald
Ausstellung über Leben und Werk der beiden Greifswalder Frauen | Kleine Rathausgalerie | 02.12.2021 - 21.01.2022
Bildnachweis: Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
27.01.2022 | 19:00 Uhr | Universität Greifswald