• Freitag, 8. November 2019
  • Bühne
  • 20:00 / Stadthalle / Rubenowsaal
    Die Hamletmaschine mit anschl. Nachgespräch
    Erleben Sie eine desillusioniernde Analyse des 20. Jahrhunderts in einem Schauspiel von Heiner Müller. Im Anschluss an das Stück gibt es das Nachgespräch SENF DAZUGEBEN mit Chefdramaturg Dr. Sascha Löschner.

    „Die Hamletmaschine“, 1977 geschrieben, ist Heiner Müllers persönlichster Versuch, auf dem Theater über die eigene Stellung innerhalb geschichtlicher Abläufe nachzudenken. Shakespeares Figuren Hamlet und Ophelia benutzend, wird Erfahrenes und Erlebtes, Tatsächliches und Mögliches in unserer Welt ebenso assoziiert wie die unausweichliche Logik von Töten und getötet werden, von täglicher Gewalt, Unterdrückung, Ausgeliefertsein und Unterwerfung.
    Sein Stück war die bis dahin nachhaltigste und radikalste Infragestellung bürgerlicher Theaterpraktiken und -gewohnheiten durch einen
    Dramatiker, der Theatergeschichte schrieb. Das Stück selbst ist eine Text- und Bildmaschine, angeschlossen an kulturelle und literarische Paradigmen der Moderne, sie zitierend, transformierend und negierend. In der DDR konnte der Text erst ab 1989 gespielt werden, als Müller ihn in seine legendäre Hamlet-Inszenierung am Deutschen Theater Berlin einmontierte. Zum 30-jährigen Jubiläum dieser Aufführung fragen wir nach seiner Aktualität unter den neuen Verhältnissen: „Ich bin/ Ein Privilegierter Mein Ekel/ Ist ein Privileg/ Beschirmt mit Mauer/ Stacheldraht Gefängnis.“
    Im Voraus gibt es um 19:30 Uhr eine Einführung in das Stück, in dem Foyer der Stadthalle.

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Ausstellung in der Kleinen Rathausgalerie - vom 7. November 2019 bis 17. Januar 2020
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vom 14. - 23. November in Greifswald
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mit Prof. Dr. Joscha Beckmann (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät), 25. November, 17 Uhr im Rathaus